Expertenwissen: Hohe Schule der Baufinanzierung

Hohe oder niedrige Tilgung: Was ist besser?


Hohe oder niedrige Tilgung: Was ist besser?

Manchmal hat man den Eindruck, dass sich der Wandel, der etwa durch die „digitale Revolution“ oder die Globalisierung ausgelöst wurde, noch nicht überall herumgesprochen hat. Die Wiederkehr von 8 % Zinsen für Immobiliendarlehen ist auf absehbare Zeit ähnlich wahrscheinlich wie ein Wiederauftreten der Pest. Solche Zinsen würden den kreditgebenden Banken und dem Staatshaushalt weit mehr zu schaffen machen, als den Immobilienbesitzern.

Der Erwerb einer Immobilie in Deutschland, insbesondere in einer Region mit Zukunft ist eine der besten Anlagen, die Sie tätigen können. Sie sollten sich lediglich im klaren darüber sein, dass eines Tages eine Anschlussfinanzierung erforderlich sein wird, und sich darauf einrichten. Übertriebene Sorgen sind jedoch fehl am Platz.

Wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, ist der Grundstock für ein erfolgreiches Immobilienengagement bereits gelegt, er besteht aus:

  • einem angemessenen Preis bzw. entsprechenden Baukosten
  • einer für Ihre persönlichen Verhältnisse optimierten Baufinanzierung

 

Bei 8 % Zinsen und 1 % Tilgung waren Sie einst nach rund 27 Jahren schuldenfrei. Wenn sie bei heutigen Zinsen nur ein Prozent tilgen, brauchen sie dazu länger als 50 Jahre. Die 2 % Tilgung sollten daher das Minimum sein. Dadurch wird die Laufzeit der Finanzierung gegenüber 1% bereits um stolze 20 Jahre verkürzt.

Um Ihnen ein Gefühl zu geben, wie sich eine höhere Tilgung auswirkt geben wir Ihnen folgenden Tipp:

Im Internet finden Sie diverse Zins- und Tilgungsrechner. Geben Sie Ihren Zinssatz ein und variieren Sie die Tilgungsrate. Über die Auswirkung werden sie eventuell erstaunt sein. Sie werden auf jeden Fall ein Gefühl entwickeln, welche Anfangstilgung für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Ein großer Vorteil einer höheren Anfangstilgung ist ein bereits spürbar reduzierter Schuldenstand, wenn einst eine Anschlussfinanzierung erforderlich wird. Wie oben bereits beschrieben, ist hier die richtige Balance wichtig.

In der Regel wird es Ihnen aufgrund von Einkommenssteigerungen und Inflation immer leichter fallen, die nötigen Raten aufzubringen. Die anfängliche Rate soll er also nicht derartig hoch sein, dass Sie sich im Rentenalter erst wieder einen Urlaub leisten können. Apropos Rentenalter: es markiert üblicherweise die maximale Laufzeit eines Immobiliendarlehens. Sie sollten Ihre anfängliche Tilgung mindestens in der Höhe planen, die sie bis zum Eintritt des Rentenalters schuldenfrei macht.

25 und 30 Jahre sind immer noch eine sehr lange Zeit. Sie brauchen dennoch keine Angst vor solchen rechnerischen Laufzeiten haben. Die Erfahrung zeigt, dass Viele durch eine im Lauf der Zeit gestiegene höhere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Sondertilgungen sehr viel früher fertig werden.

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