Expertenwissen: Guter Rat ist nicht teuer

Zauberformeln schaffen Sicherheit

+++ Tipps und Tricks aus der Welt der Profis +++ die Finessen der Experten +++ lassen Sie sich nicht übervorteilen +++ wahren sie ihre Interessen +++ gehen Sie auf Nummer sicher +++ entscheiden Sie mit kühlem Kopf +++

  • Ihre Vertragspartner sind Bauprofis – Sie wahrscheinlich nicht..
  • Bauch und Gefühl sind schlechte Helfer
  • Sind Hausbauzeitschriften ernst zu nehmende Ratgeber?
  • Das sind die Marketingkonzepte vieler Anbieter.
  • Verzetteln Sie sich nicht mit Nebensächlichkeiten!
  • Zauberformeln sind Tipps und Tricks mit denen sie den Profis Paroli bieten können.
  • So erkennen Sie schwarze Schafe.
  • Sparen Sie mit nur einem Satz 5000 € bis 10.000 €.

Wenn Sie daran denken, eine Reisegepäckversicherung abzuschließen, sollten Sie vorher das Kleingedruckte lesen. Um im Schadensfall eine Erstattung zu erhalten, müssen Sie verdammt gut auf ihr Gepäck aufpassen. So gut, dass es Ihnen unmöglich abhanden kommen wird. Wenn doch, wird Ihnen die Versicherung unterstellen, dass Sie die Bedingungen nicht eingehalten haben und eine Regulierung des Schadens ablehnen. Ein gutes Geschäft für die Versicherung; alles nur eine Frage der Vertragsbedingungen.

Ihre Vertragspartner sind Bauprofis – Sie wahrscheinlich nicht

Gehen Sie davon aus, dass Ihre Baupartner ihr Geschäft nicht erst seit gestern betreiben. Sie hatten jahrelang Zeit, sich über Verträge, Baubeschreibungen und Kleingedrucktes Gedanken zu machen. Dabei war ihnen so mancher Experte behilflich. Über ein Dutzend Seminarveranstalter leben gut davon, die Baubeteiligten technisch und juristisch auf dem neuesten Stand zu halten, und ihnen alle denkbaren Raffinessen beizubringen.

Grundsätzlich geht es darum, Verträge und Vertragsbedingungen so zu gestalten, dass die rechtlichen Mindestanforderungen eingehalten sind und kein Verstoß gegen das AGB-Gesetz (Gesetz zur Regelung der allgemeinen Geschäftsbedingungen) vorliegt.

In technischer Hinsicht ist dies genau das gleiche. Die Fragestellung ist nicht, wie können wir das Preis-/Leistungsverhältnis zugunsten unserer Kunden verbessern. Sie lautet vielmehr: Welche Mindeststandards müssen eingehalten werden, um nicht in die Haftung zu kommen? Bei großen Anbietern und Franchisegebern tüfteln ganze Stäbe an der Baubeschreibung. Ziel ist eine perfekte Attrappe im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders Billiganbieter mit Baubeschreibungen auf einem Niveau unterhalb des sozialen Wohnungsbaus, haben es hier zu wahrer Meisterschaft gebracht.

Bauch und Gefühl sind schlechte Helfer

Die Rezeptur ist immer die gleiche: Es wird nicht der Verstand, sondern Bauch und Gefühl angesprochen. Wie das geht? Es wird ein Worthülsenkauderwelsch zusammen gemixt, bei dem die Begriffe, die bei der Zielgruppe am positivsten besetzt sind, möglichst häufig wiederholt werden. Derzeitiger Platz 1 im Ranking: Energieeffizienz. Einfacher Trick: Jedes 08/15-Bauteil ist angeblich energieeffizient. Dauerbrenner sind auch: CO2-einsparendes, nachhaltiges, ökologisches, biologisches, verantwortungsvolles, zukunftsorientiertes, zukunftsweisendes … Bauen. Gut kommt auch immer der Hinweis, wie sehr sich das jeweilige Unternehmen seiner Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft und diversen sonstigen Umweltzielen verpflichtet fühlt. Kernbotschaft muss aber immer sein, dass mit dem Bau oder Kauf ein nicht unbedeutender Beitrag zur Rettung des Weltklimas geleistet wird.

Das ganze wird garniert mit Bildern. Bewährt haben sich nichtssagende, aber gut fotografierte Produktfotos, egal, ob die betreffenden Produkte tatsächlich eingebaut werden. Dazu gibt es ja den versteckten Hinweis, dass die Abbildungen Sonderwunschausführungen enthalten können. Bewährt haben sich auch Fotos, die ausschließlich das Gefühl ansprechen, wie spielende Kinder oder kleine Kätzchen, ein passendes Kaminfeuer oder – Platz 1 im Gefühlsbilderranking – die Familie beim Frühstück auf der Terrasse. So aufgepeppt und auf Hochglanzpapier ausgedruckt wird Ihnen die Baubeschreibung dann den Eindruck vermitteln, Sie würden ein solides, hochwertiges Haus erwerben, während es sich in Wirklichkeit um einfachste Billigbauweise handelt.

Glauben Sie nach diesem kurzen Blick hinter die Kulissen immer noch, dass Sie bei einem nach dem Muster oben gestrickten Anbieter auf eine gleichwertige und faire Partnerschaft hoffen dürfen? Zum Glück sind natürlich nicht alle so. Aber wenn wir bei der Verteilung nach der Pareto-Regel bleiben, könnte man sagen, dass sich rund 20 % aller Anbieter genau so verhalten und ein nicht unbedeutender Rest zumindest in diese Richtung tendiert.

Sind Hausbauzeitschriften ernst zu nehmende Ratgeber?

Sämtliche Hausbauzeitschriften leben, wenn sie sich nicht ohnehin in Trägerschaft von Interessensverbänden befinden, zum Großteil von Werbung. Das trifft auch auf eine Reihe weiterer Publikationen. insbesondere Sonderveröffentlichungen, zu. Rund 80 % der Werbung kommt von Hausanbietern und von Firmen, die direkt oder indirekt mit Wärmedämmung und Energieeinsparung zu tun haben.

Nur rund 12 % aller in Deutschland gebauten Häuser sind Fertighäuser. Der Leser erhält jedoch den Eindruck, dass diese zusammen mit den überregionalen Massivhausanbietern das Geschehen bestimmen. Das ist bei Leibe nicht so, und für die Baukultur bei uns im Land ist es auch nicht sonderlich förderlich, wenn in pseudoredaktionellen Beiträgen architektonisch limitierte Katalogware als richtungsweisende Architektur gefeiert wird.

Viel wesentlicher ist aber etwas anderes: Die Zeitschriften vermitteln den Eindruck, sie seien ernst zu nehmende Ratgeber für potentielle Bauherren. In Wirklichkeit schreiben Redakteure, teils ohne jede Praxiserfahrung, ihren Werbetreibenden nach dem Mund.Es ist daher kein Wunder, dass viele Artikel bloße Schleichwerbung darstellen.

Es gäbe eine Reihe von Themen, mit denen man sich kritisch auseinandersetzen könnte, ja müsste. Für angehende Bauherren geht es dabei um fundamentale Entscheidungen, und gerade objektive Informationen wären für sie Gold wert. Solche Beiträge kann man mit der Lupe suchen. Man publiziert sie nicht, weil man keine Werbeaufträge verlieren will.

Noch viel weniger wird man Ratschläge und Tipps finden, wie Bauherren ihre Interessen gegenüber den Anbietern wahren und durchsetzen. Wenn Experten, etwa von Verbraucherverbänden, zu Wort kommen, sind die Beiträge derart weichgespült, dass am Ende nichts wirklich Hilfreiches herauskommt.

 Die Marketingkonzepte vieler Anbieter

Dabei wäre das gar nicht so schwer. Die Marketingskonzepte, Vertragskonstrukte und Baubeschreibungen der Anbieter gehen, nicht zu Unrecht, davon aus, dass ihre Kunden in der Materie ziemlich unerfahren sind. Wer baut schon jeden Tag ein Haus? Wer die Strategien der Gegenseite jedoch kennt und weiß, auf was er aufpassen und wie es sich verhalten muss, trifft auf einen völlig unvorbereiteten „Gegner“.

Die meisten Bauherren verzetteln sich bei ihren Verhandlungen mit dem Anbieter mit Nebensächlichkeiten. Besonders Juristen sind Meister darin. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass Verträge jede Menge Was-Wäre-Wenn-Ergänzungen erhalten, und übersehen völlig die Defizite und Lücken in der Leistungsbeschreibung. Erfahrene Bauträger wissen das natürlich und Vertriebsprofis werden sich bereits zu Beginn des ersten Gesprächs nach Ihrem Beruf erkundigen (Ein Seminarveranstalter empfiehlt, bei Lehrern, Juristen und Siemens-Ingenieuren gleich einen ordentlichen Preiszuschlag einzukalkulieren.).

Marketingexperten haben längst erkannt, wie sehr der Beruf das Kaufverhalten beeinflusst. Mit nur wenigen zusätzlichen Informationen wird der potentielle Bauherr zunehmend gläsern und kann entsprechend manipuliert werden, ohne davon auch nur das Geringste zu bemerken.

Ein Beispiel gefällig? Angenommen der angehende Bauherr ist Maschinenbauer. Betrachten wir es wiederum aus Sicht des Bauträgers:

 „Der Bauherr wird gewohnt sein in Mikrometern zu denken. Präzision ist ihm wichtig, und mit Metall kann er etwas anfangen. Mit Verständnis für die Maßtoleranzen im Hochbau sollten wir bei ihm besser nicht rechnen. Es wird sich jedoch im Verkaufsgespräch gut machen, wenn wir an jeder möglichen Stelle einstreuen, wo wir überall und wie sehr wir auf Präzision Wert legen. Dass wir in Wirklichkeit froh sind, überhaupt die Maßtoleranzen beim Bau einzuhalten tut hier nichts zur Sache. Mit etwas Nachdenken finden wir auch etwas Metall in unserem Haus: Da wären die Spenglerarbeiten und der Stahl im Beton. Die Verbundrohre der Trinkwasserinstallation könnte man in Edelstahl anbieten. Fertig wäre der Marketingmix: Wir weisen darauf hin, dass wir großen Wert auf sauber und präzise ausgeführte Spenglerarbeiten legen. Eine Ausführung in Edelstahl (Uginox) wäre derzeit im Angebot. Die würde er kostenlos ohne Mehrpreis erhalten (kostet ohnehin kaum mehr). Auch die Trinkwasserleitungen sehen wir für ihn in Edelstahl vor (Mehrpreis ca. 1500 €). Außerdem sind die Kelleraußenwände ebenso wie die Fundamentplatte bei uns voll stahlbewehrt (das sind sie sowieso!). „

So oder ähnlich könnte also die Marketingstrategie für unseren Maschinenbauer aussehen.

Doch zurück zur Verzettelung mit Nebensächlichkeiten, zu der das Internet einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet. Auf diversen Foren ist zu lesen, was alles angeblich furchtbar wichtig ist. Vieles davon ist glatter Unsinn. Es ist egal, ob die Firstziegel vermörtelt oder lose verlegt werden (ein Streitthema über sechs Blog-Seiten). Viel wichtiger ist es zum Beispiel, dass der Zahlungsplan dem Baufortschritt entspricht und nicht zu riskanten Vorauszahlungen führt.

Was verstehen wir unter „Zauberformeln“

Um in der baulichen Begriffswelt zu bleiben: Es gibt gewisse Eckpfeiler beim Bauen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Man könnte auch von neuralgischen Punkten sprechen. Es ist wichtig, sie zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können.

Naturgemäß haben Ihnen die Bauschaffenden einiges an Baupraxis und -erfahrung voraus. Die Profis werden jedoch nicht damit rechnen, dass Sie wissen, worauf es ankommt, und sie werden darauf nicht vorbereitet sein. Derartiges Wissen findet man nicht in den Hausbauzeitschriften, es würde die Werbekunden verprellen. Aber Sie werden es hier auf dieser Webseite finden, und zwar so prägnant wie möglich und auf den Punkt gebracht. Teilweise sind es harmlos wirkende Formulierungen, mit denen man Formularverträge oder Baubeschreibungen ergänzen sollte, teilweise sind es Handlungsvorschläge und Verhaltenstipps.

Wenn es darum geht, einen Auftrag zu erhalten, werden die meisten Ihrer Vertragspartner darauf eingehen. In einigen Fällen nehmen Sie lieber einen Mehrpreis in Kauf, um gewisse Risiken zu vermeiden. Wenn sich Ihr Vertragspartner kategorisch weigern sollte, auf Ihre Wünsche einzugehen, sollten Sie gut überlegen, ob Ihnen ein vermeintlich günstiger Preis das Risiko wert ist.

Sie erhalten auf dieser Webseite ausreichend Informationen, um Argumente, die nicht stichhaltig sind, entkräften zu können. Damit sollte es Ihnen in den meisten Fällen gelingen, Ihre Vorstellungen entsprechend den hier entwickelten Grundsätzen durchzusetzen. Die meisten Vorschläge dienen dazu, Sie in eine gleichwertige Position zu bringen, einige werden Sie sogar in Vorteil bringen.

Seriöse Firmen werden damit kein Problem haben, schwarze Schafe sehr wohl.

Das Wissen und die entsprechenden Möglichkeiten und deren Nutzung, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Die Auswirkung in einzelnen Fällen könnte man fast schon als magisch bezeichnen. Oder wie würden Sie es nennen, wenn Sie mit einem einzigen Satz als Vertragsergänzung, den Ihnen kaum ein Verkäufer abschlagen wird, zwischen 5.000 € und 10.000 € einsparen? Sie werden in den Beiträgen dieser Webseite einige Hilfen und Tipps finden, die für ein Gelingen des Bauvorhabens, insbesondere dessen Kostensicherheit ganz wesentlich sind. Damit Sie ihre herausragende Bedeutung auch würdigen, haben wir sie als Zauberformeln bezeichnet. Sie werden sehen, dass wir damit nicht übertrieben haben.

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